Sich gemeinsam zu bewegen bedeutet damit, in Bewegung zu bleiben, um sich eine noch unbekannte, aber erwünschte Zukunft vorstellbar zu machen. Dieser gemeinsame Future Move ist eng an eine Institutionskritik nach Oliver Machart gekoppelt: Erst der Aufbau von Gegeninstitutionen oder die Veränderung des Charakters bestehender Institutionen im Rahmen eines breiteren gegenhegemonialen Projekts ermöglicht eine wirksame Unterbrechung etablierter Institutionslogiken (Marchart 2005: 198). Damit ist die gemeinsame Bewegung sowohl als kollektive Praxis als auch politisches Projekt zu verstehen.
Machart, Oliver (2005): Die Institution spricht. Kunstvermittlung als Herrschafts- und als Emanzipationstechnologie, in: Meyer, Torsten/Kolb, Gila (Hg.), What’s next? Art Education. Ein Reader, München: kopaed, S. 194–201.