Dreieck

BEWERTUNG(S)_SPIEL_RAUM

Bewertung im Kunstunterricht bewegt sich häufig zwischen scheinbar eindeutigen Bewertungskriterien und der Anerkennung individueller Kreativität. In meinem Praxissemester 2025 war ich, Lilja Justin, mit diesem Spannungsfeld konfrontiert und habe dieses genauer erforscht: durch Teilnehmende Beobachtungen im Kunstunterricht, Gespräche mit Kunstlehrer*innen, Analysen von Kriterienbögen, Teilnahme an Notenbesprechungen und gezielte Interventionen mit Schüler*innen. Dabei wurde deutlich, dass Bewertung immer auch situiert ist – geprägt unter anderem von persönlichen Standpunkten, Kontexten und individuellen Einschätzungen. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand das Kartenspiel BEWERTUNG(S)_SPIEL_RAUM, welches gewohnteBewertungsmuster aufbrechen und Hierarchiegefälle reflektieren möchte. So soll der Raum Schule genutzt werden können, um neue Formen der Wertschätzung und des gemeinsamen Lernens zu eröffnen. Es soll Schüler*innen und Lehrer*innen ermöglichen, Bewertung nicht nur als einseitige Zuschreibung zu erleben, sondern als gemeinsamen, dialogischen Prozess, in dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar und diskutierbar gemacht werden können. Edition #2

Zum Kartenset: BEWERTUNG(S)_SPIEL_RAUM

Zitationsvorschlag

Justin, Lilja (2025): BEWERTUNG(S)_SPIEL_RAUM, in: Silke Ballath, Annika Niemann (Hg.), #2 Edition ZUSAMMENLEBEN unterschiedlicher Lebensformen im Kontext Schule, Onlineplattform | situierung zwischen 2023/2025 [online] https://situierungzwischen.net/dreieck/bewertungs_spiel_raum/ [letzter Zugriff: YY.YY.YYYY].